Corona war Boost für unser Online-Business – und was seitdem passiert ist
2020 hat APOLLO den Lockdown-Schub klug genutzt. Das Interview mit Eigentümer Sven Kraft bei Afterbuy zeigt, wie das Team damals mit sauberem Setup, D2C-Fokus und Multi-Channel Tempo gemacht hat.[1] Seitdem hat sich einiges gedreht: 3 S GmbH & Co. KG, die Marke hinter APOLLO, wurde Ende 2023 von der econvy Holding übernommen. Kraft blieb als Gründer an Bord und berät die Gruppe.[3]
Herr Kraft, bitte erzählen Sie uns zunächst etwas über APOLLO
APOLLO steht für Boards, Scooter und Funsport-Equipment, entwickelt in Deutschland. Das D2C-Setup ist weiterhin die Basis. Im Shop und auf den Ländershops siehst du die aktuelle Range, Kundenstimmen und lokale Services.[6][4][5] Herstellerangaben und die EU‑verantwortliche Stelle sind transparent ausgewiesen: 3 S GmbH & Co. KG, Lustheide 66, 51427 Bergisch Gladbach.[2]
Wie sieht Ihre Multi-Channel-Strategie in groben Zügen aus?
Der Kurs bleibt klar: D2C zuerst, Marktplätze ergänzen Reichweite und Saisonspitzen. APOLLO ist heute mit eigener Präsenz in mehreren Ländern unterwegs und nutzt kuratierte Plattformen, wo Zielgruppe und Marge passen.[6][4][5] Beispiele: Limango-Marktplatz für Family‑Käufe,[7] Listungen bei SportScheck,[10] Angebote auf eBay,[15] sowie Verkäufe über Händler auf OTTO.[8] Wichtig: OTTO ist kuratiert, Onboarding läuft über das Partner-Portal und hat klare Anforderungen.[16]
Transparenzpunkt: Die Herstelleradresse ist auf OTTO-Produktseiten ebenfalls hinterlegt, was für saubere Compliance sorgt.[9]
Wie ist es um die Marketing-Aktivitäten von APOLLO bestellt?
Owned Channels liefern die stärkste Hebelwirkung: Produktstories, Tutorials, Reels, dazu aktionsbezogene Kampagnen in Peak-Phasen. Der Shop dient als Drehkreuz für Content, Retention und Service. Dass diese D2C‑Maschine läuft, zeigen die internationalen Shop-Varianten mit lokalem Sortiment und Servicehinweisen.[6][4][5]
Corona war Beschleuniger. Was zählt 2026?
Der Corona‑Push 2020 war real und dokumentiert.[1] Heute gewinnt, wer Unabhängigkeit bewahrt, Rollen und Margen je Kanal kennt und flexibel skaliert: D2C für Marke und Deckungsbeitrag, Marktplätze für Reichweite und Neukunden. eBay bringt nach offiziellen Zahlen weiterhin über 130 Mio. aktive Käufer weltweit,[15] Amazon ist in Deutschland für KMU unverändert ein großer Hebel mit dreistelligen Millionen verkauften Produkten.[17]
Hatte APOLLO trotz positiver Bilanz auch mit Herausforderungen zu kämpfen?
Klar. Marktplatzlandschaften bewegen sich: Programme ändern Konditionen, Onboardings werden selektiver. Gleichzeitig wird Internationalisierung operativ aufwendiger. Daher ist es gut, dass APOLLO klare Herstellerdaten offenlegt und die D2C‑Shops je Land betreibt, statt sich nur auf einen Kanal zu verlassen.[2][4][5]
Schweißen diese Prozesse zusammen? Wie sind die Aussichten für die Nachkrisenzeit?
Ja. Die Marke steht gefestigt da, die Organisation ist durch D2C‑Rhythmus und Multi‑Channel‑Routine belastbar. Ein zusätzlicher Stabilitätsfaktor: die Einbindung in die econvy‑Plattform seit 2023, die explizit auf den Auf- und Ausbau starker D2C‑Brands ausgerichtet ist.[3]
Welche Rolle nimmt Afterbuy in Ihrer Erfolgsstory ein?
Historisch hat Afterbuy in der Hochphase 2020 messbar entschlackt: Daten zentral, Marktplatz‑Abwicklung aus einem System, Preissteuerung und Kundenkommunikation effizient im Griff.[1] Heute gilt: Wenn Marktplätze ein Kernpfeiler deiner Strategie sind, brauchst du eine Software, die Amazon, eBay, Kaufland und OTTO abdeckt und Prozesse vom Listing bis zur Auftragsabwicklung automatisiert. Afterbuy nennt genau diese Integrationen und Funktionen, inkl. OTTO‑Schnittstelle und Workflows für die Auftragsabwicklung.[18][20][21] Die technische Doku für Schnittstellen und Vorlagen ist öffentlich einsehbar.[19]
Wichtig für Leser: Ob APOLLO Stand heute Afterbuy weiter einsetzt, ist öffentlich nicht verifizierbar. Die Aussagen oben beziehen sich auf dokumentierte Funktionen von Afterbuy und auf das historische Interview aus 2020.[1][19]
Aktuelle Hinweise für Händler
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Limango: Marktplatz läuft, Partnerprogramm mit eigenen KPIs, laut Betreiber über 2 Mio. aktive Kunden und signifikantem GMV. Gute Plattform für Family‑Sortimente, aber mit kuratiertem Zugang.[7]
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OTTO: Zugang über Partner‑Portal, Selektionskriterien beachten. APOLLO‑Produkte sind über Händler gelistet, Herstellerinfos sind sauber ausgewiesen.[16][8][9]
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SportScheck: 2023 insolvent, seit 2024 Teil der italienischen Cisalfa‑Gruppe. Betrieb wird fortgeführt, Prozesse wurden restrukturiert. Vor dem Anbinden Konditionen klären.[12][11]
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MyToys: Eigener Shop ist geschlossen. Die Marke läuft nur noch über otto.de. Dort listen lohnt sich über OTTO, nicht über myToys.de.[13][14]
Fazit
Corona war der Turbo, aber das jetzige Wachstum kommt aus Struktur: D2C‑Fokus, selektive Marktplatz‑Präsenz, saubere Hersteller‑Transparenz und ein Tech‑Stack, der Listings, Orders und Kundenkommunikation zentralisiert. APOLLO hat dieses Setup professionalisiert und ist nach dem Verkauf an econvy weiter auf Kurs.[2][3]
Referenzen
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Afterbuy Blog: Interview APOLLO/3 S, 20.08.2020.[1]
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APOLLO Herstellerinformationen: 3 S GmbH & Co. KG, Lustheide 66, 51427 Bergisch Gladbach.[2]
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econvy Holding: Pressemitteilung zur Übernahme der 3 S GmbH & Co. KG, 15.11.2023.[3]
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APOLLO Frankreich: Kollektionen und Ländershop.[4]
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APOLLO Polen: Ländershop.[5]
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APOLLO Deutschland: Hauptshop.[6]
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Limango Marktplatz Partnerprogramm: Reichweite und Kennzahlen.[7]
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OTTO Produktseite: APOLLO Cityroller (Verkäufer Vevendo).[8]
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OTTO Produktdetail: Herstelleranschrift im Angebot ausgewiesen.[9]
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SportScheck Produktseite: APOLLO 13 Longboard gelistet.[10]
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SAZsport: SportScheck Gläubigerquote, Übernahme durch Cisalfa bestätigt.[11]
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Noerr: Pressemitteilung Beratung Cisalfa beim Erwerb SportScheck, 13.03.2024.[12]
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Otto Group: myToys stellt Geschäftsbetrieb ein; Marke läuft auf otto.de weiter.[13]
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OTTO: myToys bei otto.de.[14]
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eBay: 134 Mio. aktive Käufer, Geschäftsupdate Q3 2025.[15]
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OTTO Market: Händler werden, Voraussetzungen und Onboarding.[16]
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Amazon Deutschland: KMU‑Report 2025, Volumen und Aktivität.[17]
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Afterbuy: Marktplatz‑Integrationen (Amazon, eBay, Kaufland, OTTO).[18]
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Afterbuy‑Wiki: Schnittstellen & Integrationen (technische Doku).[19]
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Afterbuy: OTTO‑Schnittstelle, Produkt & Leistungen.[20]
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Afterbuy: Auftragsabwicklung in Deutschland (Automatisierungen & Workflows).[21]