Marktplatzhandel

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und die E-Commerce-Szene

Lohnt sich der Handel auf Online‑Marktplätzen? 2026‑Update für Händler

Bei unseren Kolleginnen und Kollegen von VIA‑eBay haben wir diesen Artikel zum Thema Handel auf Online‑Marktplätzen entdeckt – hier kommt das Update mit frischen Zahlen und echtem Praxisblick. Spannungsfeld Online‑Marktplatz Marktplätze tragen den Löwenanteil im deutschen E‑Commerce: 2024 liefen rund 57 Prozent der Online‑Umsätze über Plattformen wie Amazon, eBay, OTTO, Zalando und Kaufland. 2023 waren es noch 54 Prozent. Der Trend ist klar: Reichweite schlägt Einzellösung, selbst wenn Shops wieder anziehen. [1][2] Auch das laufende Marktbild passt dazu: Der bevh sieht die Marktplätze 2025 weiter stabil über der 50‑Prozent‑Marke. [3] Vorteile vom Handel auf Online‑Marktplätzen Die kurzen Wege zu Millionen Käuferinnen und Käufern sind das stärkste Argument. Beispiel eBay: über 18 Millionen aktive Nutzer in Deutschland. [4] Für Fashion‑Marken ist Zalando ein Reichweiten‑Booster. Der Partner‑Anteil am Fashion‑Store‑GMV lag im ersten Halbjahr 2025 bei rund 34 Prozent. [5] OTTO meldet 12,2 Millionen aktive Kundinnen und Kunden und 6.200 aktive Partner auf dem Marktplatz – der Kanal ist also längst Mainstream. [6] Nachteile vom Handel auf Online‑Marktplätzen Die Kehrseite: Kosten, Regeln, Abhängigkeit. Gebühren: Amazon verlangt für den Profi‑Tarif 39 Euro pro Monat plus prozentuale Verkaufsgebühren. [7] eBay: Gebühren und Werbemodelle wurden 2025/26 mehrfach angepasst. Wer auf eBay plant, sollte die Seller‑News im Blick behalten. [8] OTTO Market: Seit August 2024 gilt eine Grundgebühr von 99,90 Euro pro Monat, dazu Provisionssätze je Kategorie. [9][10] Kaufland Global Marketplace: Monatliche Grundgebühr je nach Abo plus Provisionen. Wichtig: Das eigene Fulfillment‑Programm wurde Anfang 2025 eingestellt – Logistik liegt wieder bei den Händlern. [11][12] Etsy: 6,5 Prozent Transaktionsgebühr, in Deutschland 4 Prozent + 0,30 Euro Zahlungsabwicklung, ggf. 12 bis 15 Prozent Offsite‑Ads‑Gebühr. Rechne das sauber in deine Preise. [13][14][15] Regeländerungen passieren laufend. Beispiel Kaufland: Fulfillment raus. Beispiel eBay/OTTO: Gebühren rauf bzw. neu strukturiert. Das ist nicht per se schlecht, aber du brauchst Puffer in deiner Kalkulation und einen klaren Plan B. [12][8][10] Die Rolle der Marktplätze im Multi‑Channel‑Umfeld Viele Händler fahren heute zweigleisig: Shop für Marge und Markenaufbau, Marktplätze für Reichweite und Neukunden. Die Daten stützen das: Marktplatz‑Anteil rauf, Gesamtmarkt wächst wieder moderat. Für 2025/26 rechnen HDE und Partner mit weiterem Plus – und die 57‑Prozent‑Marktplatzquote unterstreicht die strategische Bedeutung. [16][1] Gebühren, Reichweite, Kontrolle: so findest du die Balance Kurzfristig: Produkte mit wettbewerbsfähigen Preisen und stabilen Margen auf 1–2 große Marktplätze bringen. Saubere Daten, schnelle Lieferung, niedrige Retourenquote. Ohne das verbrennst du Budget. Mittelfristig: Abhängigkeit reduzieren. CRM und Newsletter aus dem Shop pushen, damit du Marktplatz‑Kundschaft in wiederkehrende Shop‑Käufe überführst. Langfristig: Sortimente schärfen und Markenarbeit investieren. Standardware sorgt für Umsatz, Differenzierung für Gewinn. Was also langfristig tun? Nische wirklich prüfen: Eine gute Nische nimmt Preisdruck raus. Aber nur, wenn Nachfrage und Deckungsbeitrag passen. Teste mit kleinen Stückzahlen auf 1–2 Marktplätzen, bevor du hochfährst. Shop als Marke aufbauen: Marktplätze liefern Erstkontakt, der Shop hält die Kunden. Biete dort Mehrwerte, die ein Marktplatz nicht bietet: Bundles, Services, Inhalte. Longtail dosiert nutzen: Zusätzliche Reichweite über vertikale Marktplätze ist fein. Erwarte aber keinen Wunder‑Umsatz. Pflegeaufwand vs. Ertrag ehrlich bewerten. Content und Media: Organisch und bezahlt. Auf Marktplätzen mit Retail‑Media und A+‑Inhalten arbeiten, im Shop SEO/CRM. Behalte die Werbekosten im Blick – ROAS entscheidet. Tool‑Hinweis für Afterbuy‑User Afterbuy bindet die großen Kanäle wie Amazon, eBay, Kaufland und OTTO an und zieht Bestellungen zentral zusammen. Prüfe vor dem Go‑Live immer die aktuell verfügbaren Schnittstellen und Konditionen in der Doku bzw. auf den Marktplatz‑Seiten. [17][18][19] Wichtige Marktveränderungen im Blick behalten Zalando x ABOUT YOU: Der Zusammenschluss wurde Ende 2025 rechtlich finalisiert. Wirkung auf Partnerprogramme und Konditionen im Auge behalten. [20] Kaufland Fulfillment: eingestellt. Wer dort verkauft, braucht eine belastbare eigene Logistik oder 3PL. [12] Fazit: An den großen Marktplätzen kommst du nicht vorbei. Sie bringen Reichweite und Tempo. Rechne deine Gebühren ehrlich, halte Daten und Prozesse sauber und bleib beweglich – dann lohnt sich der Mix aus Marktplatz und Shop. Quellen [1] HDE Online‑Monitor 2025 (PDF) [2] HDE Online‑Monitor 2024: Marktplatz‑Anteil erstmals über 50 % [3] bevh: Onlinehandel Q3/2025 [4] eBay Deutschland: Handelsupdate Q3/2025 [5] Zalando Halbjahresbericht 2025 [6] OTTO: Geschäftsjahr 2024/25, GMV, aktive Kundschaft, Partner [7] Amazon: Preisgestaltung für Verkäufer in Deutschland [8] Händlerbund: eBay erhöht Gebühren (Übersicht/Einordnung) [9] OTTO Market: Händlerinformationen inkl. Grundgebühr [10] OTTO Market Präsentation: Gebührenänderung ab 01.08.2024 [11] Kaufland Global Marketplace: Konditionen [12] Ecommerce News Europe: Kaufland beendet Fulfillment [13] Etsy: Grundlegendes zu Etsy‑Gebühren [14] Etsy Payments: Gebühren (DE) [15] Etsy: Offsite Ads [16] Handelsverband Bayern: HDE Online‑Monitor 2025 zusammengefasst [17] Afterbuy: Marktplätze anbinden [18] Afterbuy: Auftragsabwicklung [19] Afterbuy: Schnittstellenübersicht Marktplätze [20] ABOUT YOU IR: Zusammenschluss mit Zalando final

Ab sofort „Amazon Business“ in Afterbuy verwalten

Was ist Amazon Business? Ein neuer Marktplatz für gewerbliche Kunden auf Amazon.de. Unternehmen jeder Größe können sich kostenlos für Amazon Business registrieren, um Zeit und Geld beim gewerblichen Einkauf zu sparen. Händler können damit ihren Umsatz steigern, indem sie diese Geschäftskunden erreichen. Funktionen für Einkäufer sind kostenloser Premiumversand, Kauf auf Rechnung, Preise und Rechnungen mit ausgewiesener Umsatzsteuer für Millionen von Produkten, sowie Konten für mehrere Nutzer und die Möglichkeit, interne Genehmigungsprozesse abzubilden. (..) Das Amazon Business Verkäuferprogramm hilft Ihnen, Ihre Business-to-Business-Verkäufe bei Amazon zu steigern. Als Amazon Business Verkäufer erhalten Sie Zugang zu Funktionen wie Business-Preisen, dem Angebot von Mengenrabatten, Exklusiv-Angeboten für gewerbliche Kunden, die Anzeige von Netto-Preisen und automatisierte Rechnungsstellung. (..) Quelle: https://services.amazon.de/programme/b2b-verkaufen/faq.html   Wie erkennt man Amazon Business Bestellungen in Afterbuy? Seit Ende Oktober importiert Afterbuy bereits über die Amazon MWS API-Schnittstelle Aufträge der neuen „Amazon Business“ Plattform. Um gezielt nach solchen Bestellungen zu suchen wurde der Standardfilter „Amazon B2B Bestellungen“ in der Auktionsübersicht und dem Workflow Manager ergänzt. Die Amazon Business Bestellungen unterscheiden sich nur geringfügig von Ihren bisherigen Amazon Verkäufen, nachfolgend die wichtigsten Eckdaten: Der Käufer wird direkt als Händler in der Kundenverwaltung angelegt und erhält dadurch direkt das „H“ Symbol in der Auktionsübersicht Jede Artikelposition in der Bestellung hat automatisch 0% MwSt zugewiesen Die Option „MwSt Ausweisen“ ist grundsätzlich deaktiviert Die wohl wichtigste von Amazon geforderte Einschränkung: Es ist nicht möglich für eine Amazon Business TCS Bestellung eine Rechnung per Mail an den Käufer zu versenden. TCS bedeutet in diesem Zusammenhang Amazon wir über einen neuen Service selbst die entsprechenden Rechnungen in Ihrem Namen erzeugen. Einzig der Ausdruck zu eigenen, internen Verwendung wird derzeit in Afterbuy ermöglicht. Allerdings raten wir davon ab, für Amazon Business Bestellungen in Afterbuy eine Rechnungsnummer zu vergeben, da Amazon selbst eine Rechnung, mit für uns unbekanntem Inhalt, erzeugt.   Wie kann man Produkte auf dem Marktplatz einstellen? Über den „Amazon SC-Lister Lite“ von Afterbuy können gezielt einzelne Produkte auf der Plattform angeboten werden. Im Bereich „Preisinformationen“ wurde dazu das Eingabefeld „B2B Standardpreis“ ergänzt. Ein Preis kann derzeit in Einzelbearbeitung, der globalen Änderung oder auch über den Universal Im-/Export (Datendefinition „Listerartikel – Amazon SC-Lister Lite“) hinterlegt werden. Im Zuge dieser Erweiterung wurde auch die Übermittlung der „Preisinformationen“ an Amazon verändert, folgende Kombinationen werden derzeit vom Afterbuy System unterstützt und an Amazon übertragen: Nur „Standardpreis“ Nur „B2B Standardpreis“ „Standardpreis“ und „B2B Standardpreis“ Somit können Sie entscheiden, ob Sie ein Produkt nur auf dem normalen Amazon Markplatz, nur auf dem neuen Amazon Business Markplatz oder auch einfach auf beiden Markplätzen anbieten möchten. Coming next … In den kommenden Tagen werden wir den „Amazon SC-Lister Lite“ zudem um einen Bereich erweitern, in dem für Amazon Business Angebote „Staffelpreise“ definiert werden können. Damit wird es möglich sein bis zu 5 Preisstaffeln (Fixum oder prozentuale Angabe) in einem SC-Lister Lite Datensatz zu hinterlegen, um Ihren Amazon Business Kunden Mengenrabatte anzubieten. Ebenfalls ermöglichen wir es dann, auch in jedem Listerartikel einen alternativen „Produktsteuercode“ von Amazon anzugeben. Auch werden wir den dynamischen Datenexport und die Afterbuy XML-Schnittstelle (GetSoldItems-Response) erweitern, damit Sie in einem angebundenen Drittsystem eine Amazon Business Bestellung direkt identifizieren und entsprechend verarbeiten können. UPDATE: Die Änderungen zu den „Staffelpreisen“, „Produktsteuercode“, dynamischer Datenexport und Schnittstellenerweiterung sind inzwischen abgeschlossen und die Funktionen entsprechend nutzbar.

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