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Viele Händler haben kein Wachstumsproblem – sondern ein Prozessproblem

Friedhelm Tauber und Dr. Alexander Brunst sprechen darüber, warum Händler im E-Commerce heute weniger Tool-Chaos, mehr Verlässlichkeit — und Systeme brauchen, die im Alltag einfach funktionieren.

Friedhelm Tauber und Dr. Alexander Brunst über die wachsende Komplexität im E-Commerce und warum einfache Prozesse heute entscheidend sind.
CEO EC1: Friedhelm Tauber (links), Co-CEO EC1: Dr. Alexander Brunst (rechts)

Der Onlinehandel ist in den letzten Jahren professioneller geworden — aber für viele Händler gleichzeitig deutlich anstrengender. Mehr Marktplätze. Mehr Tools. Mehr Schnittstellen. Mehr operative Baustellen.

 

Gleichzeitig steigen die Anforderungen: Kunden erwarten schnellere Lieferungen, bessere Kommunikation und reibungslose Prozesse. Dazu kommen steigende Werbekosten, wachsender Wettbewerbsdruck und immer komplexere Systemlandschaften. Viele Händler verbringen heute mehr Zeit damit, Systeme zusammenzuhalten, Prozesse nachzuarbeiten oder Schnittstellenprobleme zu lösen — statt sich auf ihr eigentliches Geschäft zu konzentrieren.

 

Genau an diesem Punkt wollen Friedhelm Tauber und Dr. Alexander Brunst mit Afterbuy, Gambio und der ECOMMERCE ONE Gruppe ansetzen. Nicht mit Buzzwords. Sondern mit einer simplen Frage: Wie bekommt man E-Commerce wieder einfacher, stabiler und verlässlicher?

WAS HÄNDLER HEUTE JEDEN TAG AUSBREMST

manuelle Nacharbeit

fehlerhafte Schnittstellen

doppelte Datenpflege

Tool-Chaos

operative Reibung

fehlende Transparenz

komplizierte Prozesse

zu viele Einzellösungen

6-10

Systeme nutzen Händler heute durchschnittlich parallel.

Je mehr Systeme beteiligt sind, desto höher werden Fehleranfälligkeit, manueller Aufwand und operative Kosten.

Quelle: ECOMMERCE ONE / Branchenanalyse

72%

der Händler nennen Prozesskomplexität als Wachstumsbremse.

Prozessqualität wird wichtiger als Reichweite.

Quelle: ibi research / ECC Köln

„Viele Händler müssen heute gleichzeitig Händler, Prozessmanager und Technologe sein.“

DR. ALEXANDER BRUNST

Der Handel ist professioneller geworden — aber auch deutlich anstrengender

Warum sich E-Commerce heute komplizierter anfühlt

Friedhelm Tauber

Viele Händler kämpfen heute nicht nur mit Wettbewerb, sondern mit Komplexität. Kunden erwarten mehr. Marktplätze werden anspruchsvoller. Rechtliche Anforderungen nehmen zu. Und gleichzeitig ist die Systemlandschaft oft fragmentiert. Wenn Shop, Marktplätze, Versand, Payment und Warenwirtschaft nicht sauber zusammenspielen, entsteht jeden Tag Reibung.

Dr. Alexander Brunst

Nach dem Covid-Boom sind viele Händler in eine Realität zurückgekehrt, die deutlich härter ist als erwartet. Kundenakquisitionskosten steigen. Margen geraten unter Druck. Der Wettbewerbsdruck — nicht zuletzt aus China — nimmt massiv zu.

Wer heute erfolgreich bleibt, differenziert sich nicht nur über Marketing. Sondern über operative Exzellenz.

Händler wollen keine Ticketnummer sein

Warum Vertrauen im E-Commerce wieder wichtiger wird

Friedhelm Tauber

Absolut.

Händler wollen keine Ticketnummer sein. Sie wollen das Gefühl haben: Da versteht jemand mein Geschäft. Vertrauen gewinnt man nicht mit Roadmaps oder PowerPoint-Präsentationen – sondern im Tagesgeschäft.

Dann, wenn Prozesse funktionieren. Dann, wenn jemand erreichbar ist. Dann, wenn Probleme gelöst werden.

Dr. Alexander Brunst

Die Skepsis vieler Händler ist nachvollziehbar — und ehrlich gesagt auch berechtigt.

Die Anforderungen an Software sind in den letzten Jahren massiv gestiegen. Gleichzeitig nehmen Themen wie Sicherheit und Stabilität eine ganz andere Rolle ein als noch vor fünf Jahren. Wir haben deshalb in den vergangenen Monaten eine siebenstellige Summe in neue Hardware für unser vollständig in Deutschland betriebenes Rechenzentrum investiert.

Vertrauen zurückzugewinnen bedeutet für uns: Erst liefern, dann versprechen.

„Support zeigt sich nicht im Sales-Call, sondern dann, wenn im Tagesgeschäft etwas schiefläuft.“

FRIEDHELM TAUBER

Warum Händler heute weniger Features - und mehr Verlässlichkeit brauchen

Was Händler heute wirklich von Software-Anbietern erwarten

Friedhelm Tauber

Ein neues Feature ist schön.

Aber wenn Händler jeden Tag Bestellungen abwickeln, Ware versenden und Kundenfragen beantworten müssen, zählen andere Dinge zuerst:

Läuft das System stabil?
Bekomme ich Hilfe, wenn etwas nicht funktioniert?
Kann ich mich auf die Prozesse verlassen?

Viele Anbieter unterschätzen, wie viel wirtschaftlichen Wert einfache, stabile Prozesse haben.

Wenn Händler jeden Tag nur 30 Minuten weniger manuell nacharbeiten müssen, ist das oft wertvoller als das nächste große Feature.

„Händler kaufen heute nicht einfach Software.
Sie kaufen operative Sicherheit.“

DR. ALEXANDER BRUNST

Podcast-Tipp: Dr. Alexander Brunst spricht mit Host Klaus Wegener über Transformation im E-Commerce

Im Podcast CTRL+ALT+REBUILD spricht Dr. Alexander Brunst, Co-CEO von ECOMMERCE ONE und Gambio, mit Host Klaus Wegener über Transformation, Wandel und die Zukunft des E-Commerce.

Weniger operative Reibung im E-Commerce

Afterbuy und Gambio verbinden Shop, Marktplätze, Warenwirtschaft und operative Prozesse in einer zentralen Systemlandschaft.

„Die Zukunft liegt nicht in noch mehr Tools — sondern in besser verbundenen Systemen.“

DR. ALEXANDER BRUNST

Viele Händler managen heute ihre Schnittstellen - statt ihr Geschäft

Warum das klassische Tool-Chaos im E-Commerce zum Problem wird

Friedhelm Tauber

Vor allem dann wird es problematisch, wenn Händler selbst die Integration ersetzen müssen. Dann wird aus Software schnell Koordinationsarbeit. Daten stimmen nicht überein. Prozesse brechen. Verantwortlichkeiten sind unklar.

Unsere Aufgabe ist nicht, Händlern noch ein weiteres Tool hinzustellen. Unsere Aufgabe ist, bestehende Prozesse einfacher zu machen.

Dr. Alexander Brunst

Viele Händler arbeiten heute mit fünf bis zehn verschiedenen Tools gleichzeitig. Jede Schnittstelle ist ein Risiko. Jedes zusätzliche Tool ein weiterer Dienstleister.

Die Antwort darauf ist nicht noch eine neue App. Die Antwort ist bessere Integration. Genau daran arbeiten wir mit der Gambio-Afterbuy-Integration gerade ganz konkret.

Wie Gambio & Afterbuy in der ECOMMERCE ONE zusammenwachsen

Warum E-Commerce-Systeme künftig stärker integriert sein müssen

Friedhelm Tauber

Wichtig ist für mich, dass das nicht nach Holding oder Plattformstrategie klingt. Händler profitieren erst dann, wenn ihr Alltag einfacher wird. Die Idee muss deshalb immer vom Prozess her gedacht werden.

Wenn unsere Lösungen an den entscheidenden Übergängen besser zusammenspielen, entsteht echter Nutzen.

Dr. Alexander Brunst

Händler wollen verkaufen — nicht zehn Systeme koordinieren. Gambio und Afterbuy decken zusammen einen großen Teil des Händleralltags ab: Vom Shop bis zur Auftragsabwicklung.

Wenn diese Systeme nahtlos zusammenarbeiten, spart das Zeit, reduziert Fehler und gibt Händlern den Kopf frei für das, was wirklich zählt: ihr Geschäft.

„Wir wollen nicht mehr Komplexität bündeln. Wir wollen Komplexität für Händler reduzieren.“

FRIEDHELM TAUBER

Wie integrierte Prozesse im Alltag konkret helfen können

Praxisbeispiel:

Wie groß der Unterschied funktionierender Prozesse sein kann, zeigt beispielsweise die Temu-Integration von Afterbuy.

Durch die Verbindung von Marktplatz, Warenwirtschaft und automatisierter Auftragsabwicklung können Händler neue Vertriebskanäle anbinden, ohne ihre operativen Prozesse massiv zu verkomplizieren.

Gerade bei schnell wachsenden Plattformen wie Temu zeigt sich, wie wichtig stabile Prozesse, zentrale Datenpflege und automatisierte Abläufe inzwischen geworden sind.

KI wird überschätzt, wenn die Prozesse dahinter nicht funktionieren

Viele Händler erleben aktuell einen enormen KI-Hype. Neue Tools. Neue Versprechen. Neue Automatisierungs-Claims. Aber genau hier sehen Friedhelm Tauber und Dr. Alexander Brunst auch ein Problem: KI löst keine schlechten Prozesse.

KI darf kein Pflaster auf komplizierten Prozessen sein

Wo KI im E-Commerce wirklich sinnvoll wird

Friedhelm Tauber

Der Maßstab muss immer sein: Spart es Händlern wirklich Zeit? Vermeidet es Fehler? Macht es den Alltag einfacher?

Wenn die Antwort darauf nein ist, bringt auch KI keinen echten Mehrwert.

Dr. Alexander Brunst

KI ist dann spannend, wenn sie operative Arbeit reduziert:

  • Produkttexte
  • Kategorisierung
  • Prozessautomatisierung
  • Datenpflege

Was ich kritisch sehe: KI als Marketingargument, bevor der Grundbetrieb stabil läuft. Ein schlecht integriertes System wird durch KI nicht besser — sondern teurer.

Warum Effizienz der neue Wachstumskanal wird

Welche Entwicklungen den E-Commerce in den nächsten Jahren wirklich verändern

Friedhelm Tauber

Viele Händler werden künftig nicht dadurch gewinnen, dass sie noch mehr Kanäle bespielen.

Sondern dadurch, dass sie ihre bestehenden Prozesse besser beherrschen. Wachstum wird künftig stärker aus Effizienz entstehen – nicht nur aus Reichweite.

Dr. Alexander Brunst

Die Zeit des Wachstums um jeden Preis ist vorbei.

Wer erfolgreich bleibt, schärft sein Sortiment, beherrscht seine Prozesse und bietet Kunden ein wirklich gutes Erlebnis. Effizienz schlägt Reichweite.

Was Händler in Zukunft erwarten dürfen

Was möchtet ihr, dass Händler in zwei Jahren über ECOMMERCE ONE sagen?

Friedhelm Tauber

Ich würde mir wünschen, dass Händler sagen: Die haben wieder besser zugehört. Die haben verstanden, wo im Alltag wirklich Reibung entsteht und Dinge konkret einfacher gemacht.

Dr. Alexander Brunst

Dass wir ein Anbieter sind, auf den man sich verlassen kann – auch wenn es mal nicht rund läuft. Und dass unsere Systeme echte Arbeit abnehmen.

„Ich möchte, dass Händler sagen: Die verstehen wieder, wie unser Alltag wirklich aussieht.“

FRIEDHELM TAUBER

Fazit: Der E-Commerce wird in den kommenden Jahren nicht einfacher werden. Aber vielleicht wieder kontrollierbarer.

Für viele Händler entscheidet sich die Zukunft deshalb nicht mehr daran, wer die meisten Tools hat — sondern wer Prozesse beherrscht, Komplexität reduziert und operative Stabilität schafft.

Genau darin sehen Friedhelm Tauber und Dr. Alexander Brunst die Aufgabe von Afterbuy, Gambio und ECOMMERCE ONE: Weniger Reibung. Mehr funktionierende Prozesse.

FAQ

Integrierte Systeme reduzieren Schnittstellenprobleme, manuelle Prozesse und operative Komplexität im Onlinehandel.

Durch zentralisierte Prozesse, bessere Systemintegration und automatisierte Abläufe zwischen Shop, Marktplätzen und Warenwirtschaft.

Steigende Kosten, wachsender Wettbewerb und komplexere Systemlandschaften machen operative Effizienz für Händler immer wichtiger.

Multichannel-Händler benötigen Systeme, die Shop, Marktplätze, Warenwirtschaft, Versand und Auftragsabwicklung zentral miteinander verbinden.