Bestellungen zu optimieren ist kein Nice-to-have, sondern bares Geld. Zu viel auf Lager frisst Marge, zu wenig kostet Umsatz. Die gute Nachricht: Mit klaren Regeln, ein paar Kennzahlen und den richtigen Tools bekommen Sie Ihr Bestellwesen zügig in den Griff.
Warum die richtige Bestellmenge so wichtig ist
Die optimale Bestellmenge ist die Menge, bei der die Summe aus Lager- und Bestellkosten am kleinsten ist. In der Literatur kennen Sie das als Andler-Formel bzw. EOQ. Sie müssen die Formel nicht auswendig können, wichtig ist das Prinzip: Bestellkosten runter, Lagerkosten runter, Servicegrad rauf.[1][2]
Praxisnäher wird es mit der Lagerreichweite. Die Grundidee: Lagerreichweite in Tagen = aktueller Bestand geteilt durch den durchschnittlichen Tagesabsatz. Den Durchschnitt ermitteln Sie aus Ihren Realzahlen, etwa den letzten Wochen oder Monaten, je nach Artikelvolatilität.[3][4]
Gerade bei Volatilität und Saisonalität reicht der blanke Durchschnitt nicht. Dann planen Sie mit Prognosen oder einem Newsvendor-Ansatz für Einmalanläufe und Saisonteile, damit Sie Fehl- und Überbestände sauber abwägen können.[5]
Operative Bestellungen
Operativ heißt: laufendes Tagesgeschäft, wiederkehrende Nachbestellungen. Hier zählen Lagerreichweite, Lieferzeit, Mindest- und Meldebestand. Wenn die Reichweite unter Ihren Meldebestand rutscht und die Lieferzeit lang ist, bestellen Sie rechtzeitig nach. In Afterbuy sind Mindest- und Meldebestände sowie Dispositionshilfen Bestandteil der Warenwirtschaft, inklusive Bestellvorschlägen.[6]
Ihr Ablauf sollte so klingen: Daten ziehen, Reichweiten prüfen, Vorschläge gegen Lieferzeiten und Verpackungseinheiten abgleichen, Bestellung raus. Kleine Iterationen, große Wirkung.
Strategische Bestellungen
Strategisch planen Sie Artikel mit langer Lieferzeit, MOQ, Saison- oder Trendanteil. Hier brauchen Sie Prognosen statt Bauchgefühl. Nutzen Sie historische Verkaufsdaten, korrigieren Sie um erwartete Änderungen und prüfen Sie Szenarien: konservativ, realistisch, optimistisch. In Afterbuy greifen Sie dafür auf das Statistikmodul zurück, um Topseller, Ladenhüter und Trends zu erkennen, und leiten daraus Mengen und Bestellzeitpunkte ab.[6][7]
Behalten Sie außerdem die Kanalstrategie im Blick. Wenn Sie mehrere Marktplätze bespielen, braucht Ihr Forecast kanalübergreifende Bestände, sonst verschieben Sie nur Engpässe von A nach B.
Das Afterbuy Bestellwesen – so unterstützt es Sie heute
Das Bestellwesen ist in Afterbuy produktiv verfügbar und wird laufend weiterentwickelt. Kein Beta, sondern gelebte Praxis. Der Changelog zeigt regelmäßige Releases bis März 2026.[8]
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Disposition & Bestellvorschläge: Dispositionshilfen, automatische Bestellvorschläge und lieferantenabhängige Infos (Preise, VE, Lieferzeiten) unterstützen Sie beim „Wieviel“ und „Wann“ der Bestellung.[6]
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Mindest-/Melde-/Höchstbestand: Saubere Steuerung von Bestelltriggers und Reichweiten direkt in der Warenwirtschaft.[6]
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Statistik: Verkaufs- und Performanceauswertungen als Basis für operative Nachschübe und strategische Saisonplanung.[6][7]
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Direkte Marktplatz-Anbindungen: Lister und Schnittstellen zu Amazon, eBay, OTTO, Kaufland und weiteren Kanälen. So fließen Verkäufe zentral ein und Bestände werden kanalübergreifend synchronisiert.[7][9][10]
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Stabile Roadmap: Afterbuy gehört seit 2021 zur ECOMMERCE ONE Gruppe. Das sichert Tempo bei Integrationen und Produktpflege.[11]
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Schneller Start: 30 Tage kostenlos testen und live mit Ihren Daten prüfen, ob die Disposition für Ihre Artikel passt.[6]
Wichtig: Funktionen und Schnittstellen entwickeln sich weiter. Prüfen Sie vor Prozessumstellungen kurz die Doku und die letzten Releases, damit Setups, Feldmappings und Exportformate passen.[7][8]
So setzen Sie es um
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Start klein: Holen Sie sich erst Ihre Artikel mit konstantem Absatz ins operative Bestellmodell. Reichweiten prüfen, Meldebestände setzen, Vorschläge annehmen, Lieferzeiten monitoren.[3]
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Saison & Kampagnen: Für Saisonteile Forecasts nutzen, Planabweichungen tracken, bei Bedarf Sicherheitsbestände anheben. Für Einmal- und Aktionsteile nach Newsvendor-Logik entscheiden.[5]
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Kanalbreite sichern: Schnittstellen aktiv halten, Lister pflegen, damit Verkäufe sauber einlaufen und die Bestände synchron sind. So vermeiden Sie Überverkäufe und teure Notfallbestellungen.[9]
Referenzen
[1] Gabler Wirtschaftslexikon: Andler-Formel. Link
[2] Wikipedia: Klassische Losformel (EOQ). Link
[3] Controllingportal: Lagerreichweite in Tagen. Link
[4] Wikipedia: Lagerhaltung, Definition und Formel Lagerreichweite. Link
[5] Wikipedia: Zeitungsjungen-Modell (Newsvendor). Link
[6] Afterbuy: Warenwirtschaftssystem, inkl. Disposition, Bestellvorschläge, Mindest-/Meldebestand, Statistik, 30-Tage-Test. Link
[7] Afterbuy-Wiki: Hauptseite mit Bereichen Bestellwesen, Bestandsverwaltung, Statistik, Lister. Link
[8] Afterbuy Changelog: laufende Produkt-Updates (u. a. März 2026). Link
[9] Afterbuy: Schnittstellen Marktplätze. Link
[10] Afterbuy: OTTO Listing Tool. Link
[11] ECOMMERCE ONE: Afterbuy ist seit 2021 Teil der Gruppe (Pressemitteilung). Link