Zwischen Schnee und ersten Frühlingsgefühlen ist jetzt die perfekte Zeit, das Lager zu drehen. Der Winterschlussverkauf läuft, Schnäppchenjäger warten auf gute Angebote. Nutzen Sie die Bühne, um Ladenhüter und Auslaufartikel sauber abzuräumen und Platz für Neuheiten zu schaffen. Und ja: Schlussverkäufe sind in Deutschland nicht mehr an feste Termine gebunden, Sie bestimmen Zeitraum und Sortiment selbst[1].
Diese Produkte sind jetzt der Renner
Mode und Schuhe bleiben die Klassiker im Winter-Sale. Genau dort achten Kundinnen und Kunden auf tiefe Preise und gute Verfügbarkeiten[2]. Elektronik performt weiterhin stark in Aktionsphasen, die Nachfrage nach Unterhaltungstechnik hat 2025 erneut dominiert und wirkt ins neue Jahr hinein[3]. Parallel startet die Garten- und Outdoor-Saison früher als man denkt: E‑Commerce im Gartenmarkt legte 2025 wieder zu, online wurden rund 1,28 Mrd. Euro umgesetzt. Wer jetzt Saatgut, Anzucht, Grills und Werkzeuge prominent platziert, fängt die Frühkäufer ab[4]. Und weil 66 Prozent der Onlineumsätze mobil entstehen, denken Sie Ihre Sale-Landingpages von Anfang an für Smartphone und App mit[5].
Ladenhüter identifizieren und verkaufen
Gehen Sie nüchtern in die Zahlen: Welche Varianten drehen nicht? Welche Bundles funktionieren? In Afterbuy sehen Sie das in der Statistik und können nach Zeitraum, Artikel, Set oder Variation auswerten[6]. Markieren Sie echte Ausläufer klar als Abverkauf und bündeln Sie sie mit Topsellern (z. B. Zubehör gratis oder vergünstigt). Für Wintersport- und Deko-Restbestände bieten sich Staffelrabatte oder Mehrfachkauf-Anreize an. Wichtig: Wenn Sie Preise senken, gilt die 30‑Tage‑Regel. Der durchgestrichene Referenzpreis muss dem niedrigsten Gesamtpreis der letzten 30 Tage entsprechen[7][8].
Abverkauf ohne Preis-Dumping oder große Rabatt-Aktion?
Wer den UVP in seinem Hauptshop schützen will, verkauft Restposten über getrennte Kanäle. Genau hier spielt Multi-Channel seine Stärken aus:
- eBay: über 18 Mio. aktive Nutzer in Deutschland; 134 Mio. aktive Käufer weltweit. Gebührenänderungen zum Februar 2026 beachten[9][10].
- Amazon: der Reichweiten-Garant im deutschen Markt; Marktplätze machen den größten Anteil im E‑Commerce aus. 2026 senkt Amazon in Europa u. a. FBA‑Paketgebühren im Schnitt um 0,32 € pro Einheit, prüfen Sie Ihre Kalkulationen neu[5][11].
- Kaufland Global Marketplace: stark wachsendes Netzwerk, Expansion in weitere EU‑Länder; 2025 starkes GMV‑Plus durch neue Ländermarktplätze. Gut geeignet für Non‑Fashion‑Sortimente, Haushaltswaren, DIY, Garten[12].
- OTTO Market: 12,2 Mio. aktive Kundinnen und Kunden, über 6.200 Partnerhändler. Spannend für Home & Living, Fashion‑Basics und Technik‑Deals[13].
Afterbuy bindet diese Marktplätze direkt an und erlaubt getrennte Preis- und Sortimentsstrategien pro Kanal. Mehrere Accounts lassen sich in einem Setup verwalten, inklusive Sub‑Accounts für Team oder externe Partner[6].
Preise smart steuern, Marke schützen
Sie brauchen keine chaotischen Rabatt-Orgien. Setzen Sie klare Regeln:
- Dynamische Preise: Regeln festlegen und Preise automatisch nach Bestand, Abverkaufsziel oder Marktplatzanforderung justieren. Afterbuy unterstützt eBay‑ und Amazon‑Listings inklusive Auto‑Update[14].
- Erweiterte Preisfelder: Zusätzliche Preislogiken je Kanal pflegen, ohne das Stammpreisfeld zu verbiegen. Ideal für Outlet‑Kanäle, B‑Ware oder Mengenstaffeln[15].
- Sale-Flächen im Shop: Eigene Themenwelten/Sale‑Kategorien erleichtern die Navigation und halten Ihren Hauptkatalog preisstabil[6].
- Compliance: Streichpreise immer rechtssicher mit dem niedrigsten 30‑Tage‑Preis hinterlegen und klar kennzeichnen. Die PAngV und die behördlichen Hinweise lassen wenig Spielraum[7][8].
So setzen Sie den Abverkauf schnell um
1. Daten checken
In Afterbuy die Statistik öffnen, Zero‑Mover und Langsamdreher nach Alter, Marge und Bestand sortieren. Kandidaten taggen und als Sale‑Liste speichern[6].
2. Preise regeln
Für die Sale‑Liste Regeln in Dynamische Preise anlegen, z. B. −20 % bis Bestandsziel X, danach normalisieren. Referenzpreise sauber dokumentieren[14][7].
3. Kanäle staffeln
Hauptshop preisstabil lassen, Abverkauf über eBay/Amazon/Kaufland/OTTO steuern. Sub‑Accounts und kanalgetrennte Preisfelder nutzen, um Markenpreise zu schützen[6][15].
4. Mobile zuerst
Sale‑Kacheln, Filter und Checkout auf Mobil optimieren. Zwei Klicks bis zum Warenkorb, klare Rückgaberegeln. Mobil ist der Umsatztreiber[5].
Marktplatz‑Konditionen im Blick behalten
Kalkulieren Sie WSV‑Margen mit aktuellen Gebühren. eBay passt 2026 variable Provisionen in einzelnen Kategorien an[10]. Amazon reduziert 2026 in Europa ausgewählte Referral‑ und FBA‑Gebühren, insbesondere Paketgebühren. Das kann den Abverkauf preislich wieder luftiger machen[11].
Fazit
Räumen ohne Reue: identifizieren, regeln, staffeln. Nutzen Sie die Reichweite der Marktplätze, ohne Ihren Hauptshop zu beschädigen. Mit sauberer Datengrundlage, dynamischer Preislogik und rechtssicheren Streichpreisen drehen Sie den Bestand und starten mit frischem Lager in den Frühling.
Referenzen
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[6] Afterbuy‑Wiki: Funktionen, Lister, Statistik, Sub‑Accounts
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[7] Preisangabenverordnung § 11: niedrigster Preis der letzten 30 Tage
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[10] eBay: Gebührenänderungen für gewerbliche Verkäufer 02/2026
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[11] Amazon Seller Central DE: Preisgestaltung und Gebührensenkungen 2026
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[13] Handelsblatt/dpa: OTTO steigert Kundenzahl, Partneranzahl